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Zecken bei Katzen

Die Zecken gehören zur Ordnung der Milben und sind ein Parasit. Sie ernähren sich durch das Blut ihres Wirtes und sind daher sowohl für Menschen als auch für Tiere eine Gefahr. Besonders gefährlich ist jedoch nicht der Biss einer Zecke selbst, sondern die Krankheitserreger, welche sich im Speichel der Parasiten befinden können.

Insgesamt gibt es zwischen 900 und 950 bekannte Zeckenarten. Es ist nicht auszuschließen, dass einige bis heute noch nicht entdeckt wurden. Das warme Klima und die milden Temperaturen im Winter und Herbst tragen in Deutschland dazu bei, dass die Tiere sich mehr und mehr ausbreiten.

Merkmale und typisches Verhalten der Zecken

Der Körper einer Zecke besteht aus zwei Abschnitten. Im vorderen Teil befinden sich der Kopf sowie die Beine und im hinteren befinden sich wichtige Drüsen und Sinnesorgane, mit welchen sie den Wirt aufspüren.

Besonders effektiv funktionieren bei diesen Tieren die Mundwerkzeuge. Mithilfe von zwei spitzen, zahnförmigen Vorsprüngen können sich die Parasiten am Wirt festhalten, in die Haut eindringen und den Saugvorgang in die Wege leiten. Während des Saugens werden die Blutkapillaren des Wirts eröffnet, damit die Zecke an ihre Nahrung kommt.

Um einen passenden Wirt zu finden, klettern die Tiere auf Pflanzen und halten sich an den Stängeln sowie Blättern von Halmen und Büschen mit den Hinterbeinen fest. Die Vorderbeine werden wie Fühler ausgestreckt. Wenn ein Wirt diese berührt, verlassen die Zecken ihre Starre und gehen auf den Wirt über.

Es gibt auch Zeckenarten, welche nicht nur passiv wartend ausharren, sondern aktiv auf die Suche nach einem Wirt gehen.

So kommt die Katze zur Zecke

Ausschließlich Freigänger Katzen sind vom Zeckenbefall betroffen. Während eines Aufenthalts in Wäldern oder auf Wiesen streifen die Katzen durch Gebüsche, Halme und Sträucher. Da hier die Zecken auf ihr Opfer warten, ist das Einfangen der Parasiten unvermeidbar.

Jede Katze, welche ab und zu in den Garten darf, kann von Zecken befallen werden. Die Parasiten sind nicht ausschließlich in der Wildnis unterwegs, sondern finden auch den Weg in kleine, gepflegte Gärten – vor allem die jagenden Zeckenarten.

Mögliche Schäden nach einem Zeckenbefall

Zwei Krankheiten werden besonders häufig von den Zecken übertragen und sind gleichzeitig sehr gefährlich. Die Rede ist hier von der Lyme-Borreliose und von der Frühsommer-Mengingoenzephalitis, welche auch kurz FSME genannt wird.

Die Borreliose wird bei Katzen durch Bakterien verursacht, welche durch den Speichel der Zecken übertragen werden. Gelangen die Bakterien in den Blutkreislauf, so ist eine Ansteckung sicher. Bis die ersten Symptome der Borreliose auftreten, können einige Tage oder sogar Wochen vergehen. Das macht die Ansteckung besonders tückisch. In der Folge treten Fieberschübe, ein abnehmender Appetit und eine vorübergehende Lahmheit der Beine auf. Gerade Katzen lassen sich Schmerzen nur selten anmerken.

Wird die Krankheit erst spät entdeckt, kann diese nicht mehr gut behandelt werden. Mögliche Folgeschäden sind schwere Schäden an den Gelenken der Katze. In einigen Fällen kann auch das zentrale Nervensystem befallen werden – hier können bleibende Beschwerden auftreten.

Generell wird die Borreliose mit Antibiotika behandelt und kann vollständig abheilen. Werden Symptome nicht sofort erkannt und entsprechend medikamentiert, sind auch Spätschäden und immer wieder auftretende Schübe nicht auszuschließen.

Auch FSME bringt schwere Folgen mit sich. Allerdings treten diese nicht bei der Katze selbst auf, sondern ausschließlich bei anderen Tieren oder dem Menschen. Das ist in erster Linie dann gefährlich, wenn die Zecke in der Wohnung den Wirt verlässt und sich nach einem neuen geeigneten Wirt umsieht.

Die Zecke bei der Katze korrekt entfernen

Um die Zecken überhaupt rechtzeitig zu finden, sollte die Katze am besten nach jedem Freigang genau untersucht werden. Besonders häufig befinden sich die Parasiten hinter den Ohren, am Kinn oder im Bereich der Brust des Tieres.

Mit einer Zeckenzange lässt sich die Zecke entfernen. Drücken Sie hierzu das Fell zur Seite, setzen Sie die Zange an und drehen Sie den Parasiten vorsichtig heraus. Alternativ kann das Tier langsam herausgezogen werden. Machen Sie keine ruckartigen Bewegungen. Statt einer Zeckenzange können spezielle Zeckenpinzetten verwendet werden. Die Anwendung funktioniert ähnlich; ebenso beim Zeckenlasso.