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Schwertträger – Xiphophorus hellerii

Der Xiphophorus hellerii stammt als Grüner Schwertträger aus dem Landstreifen der mexikanischen Halbinsel Yucatan bis in Regionen Guatemalas und hat bereits als Urform eine große Variationsbreite im Erscheinungsbild. Da diese ganzen Form- oder eher Farbgebungen jedoch nicht stabil sind und laufend variieren, wird er nicht in weitere Arten unterteilt. Der Grüne Schwertträger ist im Aquariumhandel selten zu haben, es werden in der Regel Zuchtformen, vor allem Rote Schwertträger, gehandelt. Rote Schwertträger sind Kreuzungen aus Grünen Schwertträgern und Platys. Beide Arten gehören zu den lebendgebärenden Zahnkarpfen, die sehr vermehrungsfreudig sind. Aber auch der Schwertträger stellt wie andere lebendgebärende Zahnkarpfen der Brut nach und somit wird das Aquarium nicht aus allen Nähten platzen. Es handelt sich um sehr gefragte Anfängerfische.

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Das Aussehen der Schwertträger
Namensgebend für den Schwertträger ist die verlängerte untere Schwanzflosse der Männchen, die ein Drittel der Körperlänge ausmacht. Ansonsten können die Xiphophorus hellerii sich deutlich in ihrer Färbung unterscheiden. Dieses eine Markmal ist jedoch allen Schwertträgern bei ähnlicher Körper- und Flossenform gemein. Schwertträger haben einen spitz zulaufenden kleinen Kopf mit nicht zu großen Augen und einen länglichen Fischkörper. Die Flossen abgesehen der unteren Schwanzflossenhälfte der Männchen sind auf dem Rücken oder am Bauch nicht übermäßig groß oder klein aber können zum Teil durch Transparenz an optischer Größe verlieren. Eine Besonderheit ist, dass Weibchen sich im Laufe ihres Lebens zu Männchen umbilden können. Entweder handelt es sich um Männchen, die in der Entwicklung zurück liegen oder es sind wirklich erst Weibchen gewesen. Dieses ist deswegen möglich, da die Geschlechtsanlagen sich nicht wie beim Menschen auf die X und Y Chromosomen aufteilen sondern anders im Chromosomensatz verteilt liegen und sozusagen Weibchen zu Männchen werden können, umgekehrt jedoch nicht.

Aquariumhaltung
Männchen werden bis 15 cm lang, Weibchen bleiben etwas kleiner, da die Größe der Männchen eben zum Teil auf die untere Schwanzflosse zurück zu führen ist, die die Weibchen nicht haben. Mit einer Temperaturbreite von 18 bis 30°C können die einfach zu haltenden Xiphophorus hellerii mit vielen anderen Arten klimatisch kombiniert werden. Es sollten jedoch nicht andere lebendgebärende Zahnkarpfen sein, mit denen sie sich kreuzen können sowie die Mitbewohner wenigstens die ausgewachsenen Schwertträger nicht als Beute oder ansonsten attackieren dürfen. Schwertträger sollten nur mit Friedfischen vergesellschaftet werden. Sie würden sich gut mit Guppys oder Mollys zusammen halten lassen. Sie brauchen wenigstens eine Beckenlänge von einem Meter und das Becken muss abgedeckt sein, damit nicht die Männchen bei der Balz heraus hüpfen. Schwertträger sind Allesfresser. Sie fressen typisches Fertigfutter, Lebendfutter und auch etwas Gemüse und Grünkost. Sie fressen natürlich auch kleinere Aquariumtiere und ihre eigene Brut.

schwerttraeger

Nachzucht der Xiphophorus hellerii
Schwertträger- Weibchen können alle vier Wochen rund 200 lebendige Jungtiere in die Welt setzen, die sie auch schnell wieder fressen werden. Deswegen muss an einer Beckenstelle sehr dichter Bewuchs mit vielen Versteckmöglichkeiten vorhanden sein wobei auch Laichroste die Erfolgsquote verbessern. Wer wirklich nachzüchten möchte, sollte die Weibchen vor dem Ablaichen in ein separates Nachzuchtbecken und danach wieder zurück setzen. Viele Aquarianer wollen jedoch gar nicht viele Jungtiere der vermehrungsfreudigen lebendgebärenden Zahnkarpfen durch bekommen lassen, da es sonst zu viele Fische im Becken werden. Ebenfalls viele Aquarianer wollen die lebendgebärenden Zahnkarpfen deswegen halten, da es so einfach ist und sie sich so gut vermehren.

Quellen:
http://www.aqua-tipps.de/schwerttraeger/
http://www.aquarium-ratgeber.com/fische/lebendgebaerende/schwerttraeger.html
https://www.youtube.com/watch?v=k1Lk04xYA94

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