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Mosaikfadenfisch – Trichogaster leeri im Portrait

Der bei vielen Aquarianern bekannte und beliebte Mosaikfadenfisch mit der wissenschaftlichen Bezeichnung Trichogaster leeri gehört zur Gattung der Belontidae Fische von denen die Betta wohl die bekanntesten sind. Der Mosaikfadenfisch ist einfach zu akklimatisieren und zu vermehren was ihn auch zu einem Aquarienfisch für den Anfänger macht. In einem Gemeinschaftsbecken sollte der etwas scheue und zurückhaltende Fisch mit Beckengenossen mit ähnlichem Temperament und Wasserwerten gehalten werden.

Mosaikfadenfisch - trichogaster leeri

Erscheinungsbild

Während der Mosaikfadenfisch in seinen natürlichen Gewässern eine Größe bis zu 12 Zentimetern erreicht, bleibt er in Aquarien etwas kleiner und wird nur selten größer als 7 bis 8 Zentimeter. Seine Körperform ist abgeflacht und langgestreckt und die Afterflosse beinahe die in die Schwanzflosse übergeht verleiht ihm ein größeres Aussehen als er tatsächlich hat. Die Brustbarteln
haben sich zu langen Barteln entwickelt und dienen als Sinnesorgan zur Orientierung in trüben Gewässern.

Am auffälligsten sind die Farben des Mosaikfarbenfisches die aus einer silbernen bis bräunliche Grundfarbe mit wenigen violetten Tönen besteht und mit hellen Flecken bedeckt ist. Der Körper wird von einem dunkelbraunen Zickzack-Band vom Maul bis zur Schwanzflosse durchzogen. Wie die meisten Trichogaster hat er einen schwarzen Fleck an der Schwanzwurzel.

Geschlechtsunterschiede

Je älter der Fisch wird umso deutlicher lässt sich das Geschlecht erkennen, während es bei jungen Exemplaren sehr schwierig ist zu erkennen das die längliche After- und Rückenflosse bei Weibchen spitzer verläuft. Am deutlichsten wird der Geschlechtsunterschied während der Laichzeit, in der die Männchen ihre prächtigsten Farben zeigen. Dann wird der Bauchbereich bei Männchen orangefarben. Die Färbung des Weibchens ist gedämpfter, mit bräunlichen Farben und einem weißlichen Bauch. Außerdem sind sie in der Regel etwas kleiner als die Männchen, und ihre Flossen sind eher abgerundet
als spitz.

Verbreitung und Lebensraum in Aquarien

Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Malaysia, Borneo bis nach Sumatra. Dort leben sie in Teichen, Bächen, Sümpfen und Flüssen in ruhigen Gewässern und mit üppiger Vegetation.

Im Aquarium gehalten bevorzugen Mosaikfische ein gut bepflanztes Aquarium in dem auch Schwimmpflanzen nicht
fehlen sollten. Wie der Betta-Fisch verfügen Fadenfische über ein sogenanntes Labyrinthorgan mit dem es ihnen möglich ist atmosphärischen Sauerstoff zu atmen.

Dieser Überlebensvorteil in Gewässern mit geringem Sauerstoff erfordert ein Aquarium mit Abdeckung so das der Fisch beim Atmen eine warme und feuchte Luft einatmen kann, wie er sie in seinem ursprünglichen Lebensraum vorfindet.

Die Wasserströmung des Beckens sollte eher schwach sein da dies seiner natürlichen Umgebung entspricht.

Die Wassertemperatur sollte zwischen 25° C und 27° C liegen, mit einem pH-Wert zwischen 6 und 7,5. Das Wasser sollte weich und leicht sauer sein.

Ernährung

Als Allesfresser werden sie mit diesem Fisch bezüglich seiner Ernährung keine Probleme haben. Eine gute Grundlage besteht aus hochwertigem Trockenfutter in Form von Flocken oder Granulat. Auch andere Trockenfuttersorten werden angenommen.

Für eine ausgewogene Ernährung sollte der Fisch Lebendfutter wie Insektenlarven oder Artemia versorgt werden. Auch gefriergetrocknetes Futter ist eine gute Option. Sie sollten mindestens zweimal am Tag gefüttert werden, und zwar mit Futter, das sie ein paar Minuten lang fressen können, ohne dass es am Boden des Aquariums landet.

Verhalten und Vergesellschaftung

Mosaikfische sind sehr friedliche, scheue und zurückhaltende Fische, die in einem großen Aquarium mit üppiger Vegetation und Versteckmöglichkeiten leben müssen. Sie können mit anderen Fischarten koexistieren, die ähnliche Gewohnheiten haben und vor allem ruhig sind.

Nachzucht

Ein Grund für die Beliebtheit von Mosaikfischen ist, das sie auch für Anfänger relativ einfach zu züchten sind. Sie können sich auch in einem Gemeinschaftsaquarium vermehren, aber die Überlebenschancen für Eier und Jungtiere sind in einem Artenbecken größer und deshalb sollte die Nachzucht in einem Zuchtbecken mit einer Größe von 60 Litern erfolgen, in dem sich ein erwachsenes
Mosaikfadenfisch-Paar wohlfühlt.

Zum Ablaichen muss das Aquarium über ausreichende oberflächenpflanzen verfügen und optimalsten ist einen Hintergrund mit dunklen Farbtönen.

Um die Oberflächenpflanzen herum baut das Männchen sein Blasennest, in das das Weibchen etwa 1.000 Eier legt. Sobald die Eier gelegt sind, sollte das Weibchen aus dem Aquarium entfernt werden. Die Jungtiere schlüpfen nach etwas mehr als achtundvierzig Stunden und bleiben etwa vier Tage lang im Blasennest. Dann sollte auch das Männchen aus dem Becken entfernt werden. Die Jungfische werden in den ersten Tagen mit Infusorien gefüttert, und nach etwa zwei Wochen können sie Artemia-
Nauplien erhalten.

Quelle: Fadenfische und Guramis im Aquarium
https://aquaristik-welt.com/fischarten/fadenfische/