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Diamant Regenbogenfisch – Melanotaenia praecox

Der in der Aquaristik sehr einfach zu haltende und vermehrungsfreudige Melanotaenia praecox stammt ursprünglich aus Neuguinea. Er ist im Mamberanofluss beheimatet und wird 6, selten bis 8 cm groß. Er hat einen von vorne betrachtet schmalen aber von der Seite nicht mehr ganz so schmalen Körperbau. Der Kopf ist eher klein sowie die Augen von mittlerer Größe sind. Charakteristisch sind die metallicblau und silbern glänzenden Schuppen, die je nach Beleuchtung sehr gut zur Geltung kommen. Die Weibchen sind etwas kleiner und blasser sowie sie häufig hellere und orange-gelblich gefärbte Flossen haben, bei den Männchen dominiert eher das Rot. Diese Flossen beginnen praktisch auf mittlerer Länge am Rücken und Bauch als schmales Band, sie enden am Schwanzende, an dem die Schwanzflosse in gleicher Färbung kurz dahinter ansetzt.

Haltung in der Aquaristik
In den 90er Jahren wurden Diamant Regenbogenfische zeitnah in die USA und in Europa in Massen nachgezüchtet und für den Aquaristikhandel angeboten. Die bereits 1910 entdecken Fische benötigen nunmal gefiltertes Wasser mit 24 bis 26° Celsius, einem PH Wert um 7 und einem GH Wert um 10° und all das ist erst mit entsprechender Technik, die zudem zuverlässig und erschwinglich sein muss, möglich. Deswegen ist die Aquaristik erst mit der entsprechenden technischen Entwicklung zum Mainstreamhobby geworden, mit dem dann eben auch der Diamant Regenbogenfisch aus Kommerzieller Sicht entdeckt wurde. Es gibt Aquarien natürlich seit vielen Jahrzehnten aber mit der exakteren Ansteuerung des künstlichen Lebensraumes können auch schwierigere Fische gut gehalten werden. Für den Melanotaenia praecox wäre der Temperaturbereich von 24 bis 26° ohne exakt arbeitende Heizgeräte nicht konstant haltbar.
Der Diamant Regenbogenfisch ist zwar nicht sehr groß, braucht jedoch dennoch eine Beckenlänge von wenigstens 100 cm mit wenigstens 120 Litern Fassungsvermögen. Es sollen ein großer Bereich zum Freischwimmen neben einem weiteren Bereich mit dichtem Pflanzenbewuchs im Becken vorhanden sein. Diese Fischart sollte nur ab 6 Tieren im Schwarm gehalten werden. Der Melanotaenia praecox schwimmt gerne, am liebsten auf mittlerer Höhe und ist ein Allesfresser. Er frisst handelsübliche Fertigfutter, Lebendfutter, pflanzliche Kost und natürlich kleinere Beckenbewohner. Intakte Wasserpflanzen werden jedoch nicht gefressen. Eine Vergesellschaftung sollte natürlich nur mit friedlichen Arten erfolgen, die sich in den Wasserwerten wohl fühlen wobei wiederum darauf zu achten ist, dass nicht der Diamant Regenbogenfisch als Räuber sehr kleine Beckenbewohner vertilgt.

Diamant Regenbogenfische sind eigentlich einfach zu halten. Voraussetzung ist jedoch, dass sie in einem sauberen und wenig keimbelasteten Aquariumwasser leben dürfen. Ansonsten verstärkt sich ihre Neigung zur Tumorbildung oder Tuberkuloseerkrankung.

Die Nachzucht
Der Diamant Regenbogenfisch wird in der Regel seine Brut verschlingen, dieses muss jedoch nicht sein. Wer ihn nachzüchten möchte, sollte deswegen die Eltern vor dem Ablaichen in ein Nachzuchtbecken setzen. Das Legen der wirklich kleinen Eier kann mehrere Tage dauern und je nach Wassertemperatur sind die Jungfische bereits geschlüpft. Die Eltern sollten zurück in das Becken gesetzt werden, die Jungtiere sollten erst einen cm groß werden, bevor sie ins eigentliche Aquarium gesetzt werden. Sie lassen sich mit Rädertierchen, Kaffeeweißer, ganz wenig hartgekochtem Eigelb oder Cyclopsnaplien gut füttern. Nach 4 Monaten sind die Tiere geschlechtsreif, nach 6 Monaten ausgewachsen, sie erreichen ein Alter von drei Jahren. Wer die Diamant Regenbogenfische gezielt nachzüchten möchte, wird für die Eltern in der Regel ein Artenbecken anlegen, damit diese ungestörter sind.

Es ist möglich, einen Leichmopp aus Sera, Perlonfasern oder Javamoos zu fertigen und mit einem Saugnapf auf mittlerer Höhe an die Aquariumscheibe zu setzen. Andere Pflanzen, die ein Ablaichen ermöglichen, sollten zurück geschnitten werden. Werden die Eltern am Morgen gut gefüttert, kann der Laichmopp am Nachmittag entnommen werden, um den Laich heraus zu suchen und in das Aufzuchtbecken zu setzen. Bleibt der Laichmopp bei wenig Fütterung bis zum Abend im Becken, wären die Eier bereits verschlungen.

Eine Karbonathärte mit ca. 1 sowie ein PH Wert bei ca. 6 bis 6,5 werden den Nachzuchterfolg verbessern. Werden die Melanotaenia praecox vor dem Laichen mit Frostfutter oder Lebendfutter gefüttert, wird ein Wasserwechsel vorgenommen und liegt die Temperatur bei ca. 24° Celsius im unteren Rahmen, wird ein Ablaichen angeregt.

Quellen:
http://www.drta-archiv.de/wiki/pmwiki.php/FischeRegenbogenfische/DiamantRegenbogenfische
http://www.aquarium-ratgeber.com/fische/aehrenfische/diamant-regenbogenfisch.html
https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=p9YNuMRTBRc

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